
Bübi Gerdau
ist am 01.02.1944 in Eckernförde, Gudewerdtstrasse 10 geboren und hat bis auf einen ganz kurzen Umzug ins Ruhrgebiet seinen Wohnsitz immer in Eckernförde gehabt.
Seine Interessen sind die Pflege der plattdeutschen Sprache, das Aufschreiben von Düntjes und kleinen Gedichten über Eckernförde.
Fietjan un sin ool Eckernför......
Fietjan ist 1940 geboren, hat bei Baasch und Schulze von 1955 bis 58 den Beruf des Räuchergesellen gelernt und ist 1962 nach Amerika ausgewandert.
Hier hat er sich in allen möglichen Berufen durchgeschlagen, bis er mit einer eigenen Räucherei zu einem gewissen Wohlstand kam.
Jetzt kommt er nach Eckernförde zurück um hier seinen Lebensabend zu verbringen.
Er kann erst mal bei der Tochter seiner Schwerster, die am Jungfernstieg in seinem alten Elternhaus wohnt, unterkommen bis er eine neue Bleibe gefunden hat.
Ihr neunzehnjähriger Sohn Marc, den er natürlich gleich "Macke" nennt, zeigt und erklärt ihm unser modernes Eckernförde. ( auf hochdeutsch )
Und ihm fallen immer wieder neue Geschichten und Erlebnisse zu Gebäuden, Kneipen und anderen Begebenheiten ein, die er dann "Macke" auf plattdeutsch erzählt!
Wir veröffentlichen die Geschichten zunächst auf Plattdeutsch UND in der hochdeutschen Übersetzung, damit wirklich jeder es verfolgen kann.
Mehr von und über Bübi Gerdau gibt es im übrigen auf der Homepage von Bübi zu lesen!
Wir bedanken uns sehr herzlich für die Erlaubnis Fotos vom alten Eckernförde hier zeigen zu dürfen.
Diese stammen allesamt aus der Sammlung von "Archiv W. Eulert".
Noh dreeunveertig Johr in Amerika kladdert Fietjan in Kiel in de Iesenbohn un sin Hart sleit bit an de Hals. In een halv Stünn is he endli in sin leeve ool Eckernför.
Al ganz hippelig sitt he ant Finster un kannt gorni aftöven, dat se an Gettörp vörbi sind un he sin Eckernför bi Kiekut seehn kann. As se int oolenhöömer Holt sind, höllt he dat ni mehr ut, treckt dat Finster op un hölt de Nääs in de Wind.
Un denn süht he sin Eckernför in helle Sünnschien vör sik. De blaue Bucht mit lütte witte Wellenkronen, de Seilschipps un de witte Strand. Blanke Tronen rönnt em lang de Backen dol un so kümmt he op de Bohnhoff an.
Aver watt is dat? De Güterbohnhoff steiht ni mehr und ok dat oole feine Bohnhofshotel ni. “Ohauaha“, denkt Fietjan, “hier hett sik jo düchtig watt verännert”!

Aver dor komt ok al sin Swesterdochter mit eer Söhn op em to un he ward düchti afknuutscht. Nee, geern hett he dat ni, aver dat is jo wohl so hüüt to Doogs!
Denn fohrt se no Huus in de Jungfernsteg un he mutt eerstmol vun sin Tied in de wiete Welt vertellen.
Dat he de eersten Johrn veel arbeiten müß, anfangs veel Heimweh har un öft hungert hett, bit he denn noh Seattle keem. Dor dreep he denn enn poor Plattdüütsche Lüüd, hett sik dor fastsett un noh een poor Johr een lütte Rökerie opbuut.
Dat weer sin Leven! Aver nu wull he leever watt vun Eckernför hören. Geev dat Baasch un Schulze noch un Marmeloog, kunn man int Gewerkschaftshuus un bi Acke Nulle noch danzen gohn, kunn man int Eichhörnchen un Mauseloch noch een fein Lütt un Lütt drinken un kunn man noch frische Makreeln angeln?
As he hören mutt, dat in Eckernför blos noch een Rökerie rökern deiht, dat hier blos noch twee grote Fischkutter fischt, dat de Holthändler Timm un Jöhnk ni mehr exesteert un fast keen Handwarker mehr in de Ooldstadt to finnen is, dat op de Exer nix mehr los ist, an Hoben keen Fisch mehr versteigert ward un dat de Ringelnatter nu op Land steiht, dor ward Fietjan doch dat Hart recht swöör!
Nu ja, anner Dag will he sik dat allns eerstmol richtig bekieken un seehn, an watt he sik allns besinnen kann.
Anner Morgen, nohdem he sin Tass Koffi drunken un een fein Semmel eeten har, wull he sik eerstmol een beten de Fööt verpetten.

Ach jooo, de Jungfernsteg har sik düchti verännert un lieden much he dat ok hier!
He dacht an dat oole Koppsteenploster, an de Jaucherönnen, de över de Börgersteg in de Rönnsteen leepen und an de groten Holtschuppen........... joo, nu seh dat doch netter ut.
Liekers seh he ok noch de Wäsche mang de Bööm to dröögen hängen un mit een Grienen dach he an de rosa “Schinkenbüddels”!
Nu, langsam güng he Richtung Exer. An manch een Huus kunn he sik noch besinnen, an de Rökerie Hopp, an dat Sünnenhuus, an de Köhlenhändler gegenöver vun de Ostseehalle un an Slachter Sauer.

An Moler Späth un an Clausen sin Fischloden un ganz klor an dat Schloss am Meer! Hier har sik jo recht watt verännert, aver he seh de Göörn hier wie fröher herümtoben..........
Leider kunn he dat lütte Turmhuus ni mehr finnen, aver he entdeckte dat oole Bootshuus vun de Buuschool an de Dang.
Oh, watt har sik dat hier verännert!!! Een feine breede Strand, wo fröher de Nettenplatz weer, geev dat nu een Kinnerspeelplatz, de oolen Holtschuppen weern vun schnuckelige Hüüser ersett worn un een nüe Jachthoben geev dat nu ok!

Dammich, un an de Hoben, de Köhlenhandelsgesellschaft und de Schuppens för de Fischkissen weern weg. De Nettenplatz bi dat Schipperhuus ok un kuum een Fischkutter weer to sehn. Klor, em gefulln de grooten Segelscheep, aver he har sik so op de Kutters freut!
Un noch watt full em op, he har bit nu noch keen Kirl mit een Eckernförder-Mütz sehn un plattdüütsch har ok noch keener snackt.....
Nu, watt Fietjan wieder erlevt, könt ji annermol lesen!
Nach dreiundvierzig Jahren in Amerika steigt Friedrich-Christian in Kiel in den Zug und sein Herz schlägt bis an den Hals. In einer halben Stunde ist er endlich in seinem geliebten Eckernförde.
Ganz aufgeregt sitzt er am Fenster und kann es kaum erwarten, dass sie an Gettorf vorbei sind und er sein Eckernförde bei Kiekut erblicken kann. Als sie im altenhofer Wald sind, hält er es nicht mehr aus, zieht das Fenster herunter und hält die Nase in den Wind.
Und dann sieht er sein Eckernförde im hellen Sonnenschein vor sich. Die blaue Bucht mit kleinen weißen Wellenkronen, die Segelschiffe und den weißen Strand. Blanke Tränen rinnen ihm an den Wangen herab und so kommt er auf dem Bahnhof an.
Aber was war das? Der Güterbahnhof steht nicht mehr und auch das alte feine Bahnhofshotel nicht! “Oha,” denkt Friedrich-Christian, “hier hat sich ja allerhand verändert!”

Aber da kommt auch schon seine Nichte mit ihrem Sohn auf ihn zu und er wird tüchtig abgeküsst. Nein, gerne hat er so was nicht, aber es ist wohl inzwischen so üblich.
Dann fahren sie nach Hause an den Jungfernstieg und er muss erst einmal von seiner Zeit in der weiten Welt erzählen.
Das er in den ersten Jahren viel arbeiten mußte, anfangs viel Heimweh hatte und oft gehungert hat, bis er dann nach Seatle kam. Dort traf er dann ein paar plattdeutsche Leute, hat sich dort sesshaft gemacht und nach ein paar Jahren eine kleine Fischräucherei aufgebaut.
Das war sein Leben! Aber nun wollte er lieber etwas von Eckernförde hören. Gab es die Räucherei “Baasch und Schulze” noch oder “Marmelauge” (Räucherei Mangels), konnte man im Gewerkschaftshaus und bei “Acke Nulle” (Strandhotel) noch tanzen gehen, konnte man im “Eichhörnchen” und im “Mauseloch” noch einen schönen Lütt un Lütt trinken und konnte man noch frische Makrelen angeln?
Als er hören mußte, dass in Eckernförde nur noch eine Räucherei in Betrieb ist und das hier nur noch zwei große Fischkutter auf Fang gehen, das die Holzhändler Jöhnk und Timm nicht mehr existieren und fast kein Handwerker mehr in der Altstadt zu finden ist, das auf dem Exer nichts mehr los ist, am Hafen keine Fische mehr versteigert werden und das die “Ringelnatter” jetzt auf Land liegt, da wurde Fietjan doch das Herz sehr schwer!
Nunja, am nächsten Tag wollte er sich alles erst einmal richtig ansehen und sehen, an was er sich noch alles erinnern konnte.
Am anderen Morgen, nachdem er seine Tasse Kaffee getrunken und ein schönes Brötchen gegessen hatte, wollte er sich erst mal die Füße vertreten.

Ach ja, der Jungfernstieg hatte sich sehr verändert und schön fand er es auch hier.
Er dachte an das alte Kopfsteinpfaster, an die Abwasserrinnen, die über den Gehweg in den Rinnstein flossen und an die großen Holzschuppen...... Ja, jetzt sah es doch netter aus!
Trotzdem sah er auch noch die Wäsche zwischen den Bäumen zum Trocknen hängen und mit einem Lächeln dachte er an die rosafarbenen “Schinkenbeutel” (Damenunterhosen)
Nun, langsam ging er Richtung Exer. An einige Häuser konnte er sich noch erinnern, an die Räuchrei Hopp, an das Sonnenhaus, an den Kohlenhändler gegenüber von der Ostseehalle und an Schlachter Sauer.

An Maler Spät und an Clausens Fischladen und ganz klar an das Schloss am Meer ( heute auch abgerissen) ! Hier hatte sich ja allerhand verändert, aber er sah noch ein paar Kinder wie früher hier herumtoben.......
Leider konnte er das kleine Turmhaus nicht mehr finden, aber er entdeckte das alte Bootshaus von der Bauschule am Dang. (Heute die Galerie Nemo)
Oh, was hatte es sich hier verändert! Ein feiner breiter Strand, wo früher der Netzenplatz war gab es jetzt einen Kinderspielplatz, die alten Holzschuppen waren durch niedliche Häuser ersetzt worden und einen neuen Yachthafen gab es jetzt auch!

Verdammt, und am Hafen? Die Kohlenhandelsgesellschaft und die Schuppen für die Fischkisten waren weg. Der Netzenplatz beim Schifferhaus auch und kaum ein Fischkutter war zu sehen. Klar, die großen Segelschiffe gefielen ihm auch, aber er hatte sich so auf die Kutter gefreut!!!
Und noch etwas fiel ihm auf, er hatte bis jetzt noch keinen Mann mit einer Eckernförder-Mütze gesehen und plattdeutsch hatte auch noch keiner gesprochen.
Nun, was Fietjan weiter erlebt, könnt ihr nächstes Mal lesen.
Na ja, dach Fietjan, to mindest dat Schipperhuus und dat Hobengasthuus stünnen noch. Een poor Kutters leegen jo ok noch an de Pier, aver dor weer keen mehr de he kenn!
Dor leegen de Angel- un de Röökerkutter un sünst blos de Ecke 15 un Ecke 3 an grote Kutters, sünst nur de Lütten.
Un he fung an to sinneern, wo weern se bleven de Kutters vun Tische Leckband un Heidschi Buhmann, vun Bartels, vun Lorne Marckwardt un Hotte Mohrt, vun Klatt und Jagemast, vun de annern ganzen Mohrten un Johns, vun Hömke, Wegner, Blauhut, Dühring, Klaus Lorenz un wie se alle heeten hebbt???
Fietjan wör doch recht truurig dorbi!

An de holten Brüch har sik ok allns verännert, de Siegfried Werft un dat oole Bootshuus vun de Fischervereen. Na, de een Slip weer to minnst noch dor, aver ok op de borbyer Siet geev dat keen Nettenplatz mehr un dat groot Eckhuus vun de Gäthjestroot weer ni mehr dor.
Ach jo, so mit de feine Bloomen, de Ringelnatter in de Parkanlog un de feine lütten Bööd in de Binnenhoben, dat seh doch allns ganz nett un rein ut!
Na ja, jedenfalls dat Rundsilo stünn noch un dat fein Logerhuus. As he denn lang de Langebrüchstroot no Huus wanner, keemen em blos noch Mühle Rau, Wäsche Mohrt, Reico, Zigarren Holler un dat Sieksche Bürohuus bekannt vör. Ok an de linke Strootensiet vun de Ottestroot un de Hoobengang kunn he sik liesen besinnen.
Nu wull he aver erstmol no Huus, fein to Meddag eeten un een Stünn op de Rüch.........

As he denn wedder op de Been weer, dackel he eerstmol rünner an de Dang. Dor söcht he sik een Bank ut, sett sik dol un bekeek sik mit een smunzeln int Gesicht de junge Deerns, de mit bloode Bossen in de Sand leegen.
Oh, wat har sik de Tied verännert, dacht he. Fröher seeten de Fruunslüüd in eer graublaue Kittelschört oder in eer rosane Ünnerhemd an de Dang. Boodeantog, ne, sowat harn de mehrsten ni. De Deerns harn meist eer Turnbüx ut swatte dicke Stoff un een Ünnerhemd an un de Jungs een sölbstgestrickte Bodebüx.
Un wat stelln se sik alle biet ümtrecken an. Bi de Jungs und Kirls güng dat jo noch, de wickeln sik een Handdook üm de Hüft, mit een Hand de Büx dol un de anner Büx wedder an.

Aver de Deerns und Fruunslüüd, dat weer een Akt för sik. Dor wör sik eerstmol hinhockt, een groote Handdook oder Deek över de Kopp un de Rüch packt. Denn dat Ünnerhemd över de Kopp tüsselt, watt gorni so licht weer wenn dat natt un backsi weer. Denn müß de Bossenhooler ümbunnen warn. Oha, un keen Een dorf een Stück blanke Fleesch sehn. Denn müß jo ok noch de Büx wesselt warn. Un wiel sik dat ni gehöör de Bossenhooler to zeigen, müssen se sik hinstelln, dat grote Dook över de Schullern packen, vöör fein dichthoolen un denn versööken de Büx mit all de strammen Gummibänner vunt Liev to kriegen. Weer dat schafft, denn sulln se de drööge Büx ok noch weer mit een Hand antrecken. Un dorbi denn ok noch niep oppassen, dat keen Een watt to seehn kreeg.
Un de verdammten Bengels leegen rundüm to kieken!!!!!!
Fietjan fung liesen an to lachen as he doran dach wie se sik freut hebbt, wenn mol een Fruunsminsch dat Dook rünnerfull un se watt to seehn kreegen!
Ach jo, dach Fietjan, weer doch een schöne Tied an de Dang.
Aver dorvun vertellt he een anner Mol.
Naja, dachte Fietjan, zumindest das Schifferhaus und das Hafengasthaus standen noch. Ein paar Kutter lagen ja auch noch an der Pier, aber es war keiner mehr den er kannte!
Dort lagen der Angel- und der Räucherkutter und sonst nur noch die Ecke 15 und die Ecke 3 von den großen Kuttern, sonst nur die Kleinen.
Er begann zu sinnieren, wo waren sie abgeblieben die Kutter von Tische Leckband und Heidschi Buhmann, von Bartels, von Lorne Marckwart und Hotte Mahrt, von Klatt und Jagemast, von den ganzen anderen Mahrten und Jahns, von Höhmke, Wegner, Blauhut, Dühring, Klaus Lorenz und wie sie alle geheißen haben??
Fietjan wurde dabei doch sehr traurig!

An der Holzbrücke hatte sich auch alles verändert, die Siegfried- Werft und das alte Bootshaus vom Fischerverein. Nun, eine Slipanlage war ja jedenfalls noch dort, aber auch auf der Borbyer Seite gab es keinen Netzeplatz mehr und das große Eckhaus von der Gäthjestrasse war ebenfalls nicht mehr vorhanden.
Achja, so mit den schönen Blumen, der “Ringelnatter” in der Parkanlage und den schönen kleinen Booten im Binnenhafen sah es doch alles sehr nett und sauber aus!
Naja, jedenfalls das Rundsilo stand noch und das schöne Lagerhaus. Als er dann durch die Langebrückstrasse nach Hause wanderte, kamen ihm nur noch Mühle- Rau, Wäsche Mahrt, Reico und das Sieksche Kontorhaus bekannt vor. Auch an die linke Seite der Ottestrasse und des Hafenganges konnte er sich leicht erinnern.
Jetzt wollte er aber erst mal nach Hause, schön zu Mittag essen und sich eine Stunde hinlegen.

Als er dann wieder munter war, schlenderte er erst mal herunter an den Dang. Dort suchte er sich eine Bank aus, setzte sich und beguckte sich mit einem lächelndem Gesicht die jungen Mädels, die mit bloßem Busen im Sand lagen....
Oh, wie hat die Zeit alles verändert, dachte er:
Früher saßen die Frauen in ihren graublauen Kittelschürzen oder in ihren rosafarbenen Unterkleid am Dang. Badeanzug, nein, so was besaßen die meisten nicht. Die Mädchen hatten meist ihre Turnhose aus schwarzem dicken Stoff und ein Unterhemd an und die Jungens trugen selbstgestrickte Badehosen.
Und wie stellten sich alle beim Umziehen an: Bei den Jungs und Männern ging es ja noch, sie wickelten sich ein Handtuch um die Hüften, mit einer Hand die eine Hose aus und die andere wieder angezogen.

Aber die Mädchen und Frauen, das war ein Akt für sich...... Es wurde sich erst einmal hingehockt und sich ein großes Handtuch oder Decke über den Kopf und den Rücken gezogen. Dann das Unterhemd über den Kopf gefummelt, was gar nicht so leicht war wenn alles nass und klebrig war. Dann mußte der Büstenhalter noch umgebunden werden. Oha, und kein Mensch durfte ein Stückchen nacktes Fleisch sehen. Dann mußte ja auch noch die Unterhose gewechselt werden. Und weil es sich nicht gehörte den Büstenhalter zu zeigen, mußten sie sich hinstellen, das große Tuch über die Schultern legen, vorne sorgfältig zu halten und dann versuchen die Hose mir all den strammen Gummibändern auszuziehen. War das geschafft, mußten sie eine trockene Hose auch noch wieder mit einer Hand anziehen. Und dabei auch noch genau aufpassen, dass niemand etwas zu sehen bekam!
Und die verdammten Bengels lagen rundherum zu gucken...
Fietjan begann leise zu lachen als er daran dachte wie sie sich gefreut haben, wenn einmal einer Frau das Tuch von den Schultern rutschte und sie etwas nacktes Fleisch zu sehen bekamen!
Achja, dachte er, es war doch eine schöne Zeit am Dang!
Aber davon erzählt Fietjan ein anderes mal......
Nu ward jo dat Kornsilo platt mokt un Eckernför freut sik op de Sommer. Dor sall dat Noor opmokt warn, dat Aldiparkhuus kümmt noh de anner Strootensiet von de Noorstroot un denn sall de Hobenspitz dütt Johr ok noch bebuut warn.
Wenn he över dat "Drama" mit de Flensborgerstroot nohdenkt, denn ward em angst und bang.

He hett sick mol dat Plonspeel vun de Stadt ankeeken. Dornoh sall de ganze Autoverkehr von Borby in de Binnenstadt un torüch, von de Gäthjestroot lang de Noorstroot, denn över de Flensborgerstroot und de Schoolweg weder in de Reeperbohn loopen!
Vun de Dörchgangsverkehr vun de Marine un de Campingplätze wölt wi gorni sacken, de mutt jo ok dörch de Noorstroot.
Wohnt nu eener, de ni mehr so dull to Foot is, op de Peermarkt und will in de Kielerstroot inköpen, denn dörf he bummelig 5- bit 6 Km dörch de Gegend eiern.
Is jo ni so leeg, aver wi sall he to Foot över de Noorstroot komen, wenn he mit een Gohwoog loopen mutt? De ganze Verkehr kann nu noch över de Steendamm, noheer ni mehr. Wat meent ji, wieveel Autos denn lang de Noorstroot fohrt??
Denn sünd wi ok al bi dat Parkhuus: Wenn dat noh de anner Strootensiet versett warn sall, watt sölt de Lüüd dor? Bi Schröder inköpen, oder de Wäsch in de Reinigung bringen? Naja, se könt sik jo een Rad bi Leiss utlehn, sik een poor Ersatzdeele köpen, een Beer in de Kadeker drinken oder sik een Sarg bi Möller ankieken. Sünst is dor nix los un över de Noorstroot könt se ni komen.
Wenn se aver vun de Flensborgerstroot komt un int Parkhuus wölt, möt se de Gegenverkehr aftöven un verstoppt de Noorstroot.
Nu kunn man jo op de Idee komen een Brüch över de Noorstroot to buun. Bloß wie süllt de oolen Lüüd ut dat Ykernhuus treppop un treppdol komen?
Ok noh dat nüe Infozentrum kann man vun dat Parkdeck ni komen, oder süht Fietjan dat verkehrt???
Denn sall de Binnenhoben vun de Lütte-Werft bit noh de Steendamm mit Packhüüser dichtbuut warn. Wat sünd överhaupt Packhüüser? Sall dor dat Pack intrecken?
Un denn komt de Parkplätze för de Fischerslüüd un för de lütten Bootseegner wech ebenso wie de wunnerschöne Park mit de Ringelnatter!
Eckernför hett dat in 40 Johrn ni schafft, för de Sportboothoben Tante Meiers, Dusch- un Waschrüüme oder stabile Anleggers to buun. Dorför is keen Geld dor, för de SEC is de Kniep aver jümmers oppen........
Un denn de Hüüser un Bootshüüser ant Noor, in de Norderhook: Echt een plietsche Idee. Larm vun de Noorstroot, de Füürwehr un vun de Iisenbohn. Op de anner Siet vun de Flensborgerstroot un de Schoolweg. De Bootshüüser op Pohln in dat Brackwoter mit schön veel Mücken. Un de rieken Lüüd, de sik de Stadt ertöövt, freut sik seeker dat se bald op dat Noor roohn könt.
Denn freut sik ganz Eckernför ok al op dat Nüe an de Hobenspitz. Dat de ganze Verkehr, ni bloß in de Buutied, dörch de Junfernsteg loopen mutt freut de Anwohner ganz seeker. De Stadtploners hebbt dat jo intwüschen allns so plietsch plont, dat een anner Tofohrt gorni mögli is........
Een Hopen hett Fietjan liekerst noch, dat de nüen Hüüser an de Hobenspitz ni son verunnoselte Dinger ward, as de twee Nübuuten in de Reeperbohn........
Dat de Buularm und de Buustellenverkehr de Kurgäst düchti noh Eckernför locken ward, Fietjan kann dat ni so recht glöven. Un wenn dat Ganze ok so gau geiht as de Buu vun de Flensborgerstroot, denn man Good-Nacht Marie!
Dat nächste Mol vertellt Fietjan vun de Danglöwen.......
Nun werden ja die Kornsilos platt gemacht und Eckernförde freut sich auf den Sommer. Da steht die Nooröffnung bevor, das "Aldiparkhaus" kommt auf die andere Seite der Noorstrasse und dann soll die Hafenspitze in diesem Jahr auch noch bebaut werden.
Wenn er über das "Drama" mit der Flensburgerstrasse nachdenkt, dann wird ihm angst und bange.

Er hat sich einmal die Planungen der Stadt angesehen. Danach soll der ganze Autoverkehr von Borby in die Innenstadt und zurück von der Gäthjestrasse durch die Noorstrasse, über die Flensburgerstrasse und dem Schulweg wieder in die Reeperbahn laufen.
Von dem Durchgangsverkehr der Marine und den ganzen Campingplätzen ganz zu schweigen, denn der muß ja dann auch durch die Noorstrasse........
Wohnt nun jemand, der nicht mehr so gut zu Fuß ist, auf dem Pferdemarkt und möchte in der Kielerstrasse einkaufen, dann darf er mit dem Auto circa 5 bis 6 Kilometer durch die Gegend fahren.
Ist ja nicht so schlimm, aber wie soll er zu Fuß über die Noorstrasse kommen, wenn er vielleicht auch noch einen Gehwagen benötigt? Der ganze Verkehr kann jetzt noch den Steindamm benutzen, später nicht mehr!!!
Was meint ihr, wie viele Autos dann die Noorstrasse befahren werden?
Dann sind wir auch schon bei dem Parkdeck: Wenn es dann auf die andere Strassenseite versetzt oder dort neu gebaut wird, was sollen die Leute dort? Bei Schröder einkaufen oder die Wäsche in die Reinigung bringen? Naja, sie könnten sich ja bei Leiss ein Fahrrad mieten, sich eventuell ein paar Ersatzteile kaufen, ein Bier im Eichhörnchen trinken oder sich einen Sarg bei Möller ansehen.
Sonst ist dort nichts los und über die Noorstrasse können sie nicht kommen!
Wenn sie aber von der Flensburgerstrasse kommen und ins Parkhaus wollen, müssen sie den Gegenverkehr abwarten und verstopfen die Noorstrasse total.....
Nun könne man ja auf die Idee kommen eine Brücke über die Noorstrasse zu bauen. Nur, wie sollen dann die alten Leute aus dem Ykernhuus treppauf und treppab kommen????
Auch zum neuen "Infozentrum" kann man vom Parkdeck nicht kommen, oder sieht Fietjan das falsch???
Dann soll der Binnenhafen von der Lütten-Werft bis zum Steindamm mit Packhäusern zugebaut werden. Was sind überhaupt Packhäuser? Soll dor das Pack einziehen???
Damit fallen die Parkplätze für die Nebenerwerbsfischer und für die "kleinen" Bootseigner weg, ebenso wie der schöne Park mit der "Ringelnatter"!
Eckernförde hat es in 40 Jahren nicht geschafft, für den Sportboothafen Toiletten, Dusch- und Waschräume oder stabile Anleger zu bauen. Dafür ist kein Geld da, für den ESC ist die Geldbörse allerdings immer offen!
Und dann die Häuser und Bootshäuser am Noor, in der Norderhake:
Es ist wirklich eine ausgezeichnete Idee! Lärm von der Noorstrasse, von der Feuerwehr und von der Eisenbahn. Auf der anderen Seite von der Flensburgerstrasse und dem Schulweg.
Die Bootshäuser auf Pfählen im Brackwasser mit schön viel Mücken. Und die reichen Leute, die sich die Stadt erhofft, die freuen sich sicherlich ungeduldig darauf bald auf dem Noor herumrudern können......
Dann freut sich ganz Eckernförde auch schon auf das Neue an der Hafenspitze! Das der ganze Verkehr, nicht nur während der Bauzeit, durch den Jungfernstieg laufen muß freut die Anwohner sicherlich. Die Stadtplaner haben es ja inzwischen so klug geplant, dass eine andere Zufahrt nicht mehr möglich ist.....
Eine Hoffnung hat Fietjan trotzdem noch, dass die neuen Häuser an der Hafenspitze keine so unendlich häßlichen Kästen, wie die zwei Neubauten in der Reeperbahn werden......
Das der Baulärm und der Baustellenverkehr die Kurgäste in Scharen nach Eckernförde locken wird, dass kann Fietjan nicht so recht glauben. Und wenn das Ganze auch noch so schnell geht wie der Bau der Flensburgerstrasse, dann man Gute Nacht Marie!
Das nächste Mal erzählt Fietjan von den Danglöwen.......

